Wie tausend Liter Meerwasser auf Deiner Haut

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Ein Tag mit dem ersten Shirt der Welt, das die Haut auf natürliche Weise pflegt (via @blattgruen)

September 12 2018

"Als meine damalige Freundin mich verließ und einige meiner Prototypen einfach mitnahm, wusste ich, dass ich mein Produkt auf den Markt bringen sollte.“, schreibt Marco Grey auf seiner Website und was bin ich froh, dass sich aus der Shirt-Idee beim Segeltörn ein nachhaltiges Business entwickelt hat, denn…

Dieses Shirt ist nicht einfach nur ein Shirt.

Das Shirt von Grey Berlin ist Natur aus Island und viel Liebe zur Kreativität aus Deutschland. Grey Berlin ist aber auch pflegend zur Haut, denn dieses Shirt besteht aus Meeresalgen und Zink. Und ja, richtig gehört, die Hauptbestandteile werden nicht zugegeben: Der Stoff, auch genannt Vitadylan, besteht daraus. Vitadylan gleicht in der Herstellung Lyocell, einem nachhaltigen Faserstoff aus Holz. Mehr dazu in meinem ABC für nachhaltige Stoffe. Vita übrigens, sagt Marco Grey, wie das Leben und wie Dylan aus der walisischen Sagenwelt, der „Sohn des Meeres“.


Die Meeresalgen stammen aus isländischen Fjorden und können nur alle vier Jahre an der gleichen Stelle geernet werden. Der Rohstoff ist somit ein begrenzter, was sich natürlich, und hier muss man halt ehrlich sein, auch preislich bemerkbar macht. Dennoch: Wer auf Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente setzen möchte, welche die Haut zur Abwechslung auch einmal von außen vor zellschädigenden freien Radikalen schützen können, macht mit diesem Comfort-Functional-Kleidungsstück definitiv nichts falsch.


Wie geht das? Die Haut mit einem Shirt pflegen? Macht es wirklich einen Unterschied zu normalen Shirts aus dem Ramschladen?


Die Haut interagiert mit den Fasern der T-Shirts, indem die natürliche Hautfeuchtigkeit die Vitalstoffe der Alge freisetzt. Im Anschluss werden die Inhaltsstoffe über die Hautporen aufgenommen. Ein bisschen so wie tägliche Hautpflege per Eincremen, nur eben ohne Eincremen. Das gilt übrigens nicht nur für die guten Stoffe, sondern auch für die schlechten (hormonell wirksamen oder gar krebserregenden) Zusätze in Kleidung wie z.B. Pestizide, Bleichmittel, chemische Weichmacher, Flammschutzmittel oder auch Formaldehyd.

Es macht also durchaus einen Unterschied, ob ich Fast Fashion kaufe oder mit fairer Kleidung aus nachhaltiger sowie handgefertigter Produktion liebäugle. Ein bisschen so, als müsste man sich entscheiden, ob man lieber in einem geschlossenen Raum steht, der gerade frisch gestrichen wurde, oder bevorzugt ganz viel frische Meeresbrise in seine Lungen saugen möchte.


Mein Tag mit Grey


Mein Mimosenkörper reagiert oft einmal recht überempfindlich auf konventionelle Stoffe und freut sich daher immer doppelt, wenn Kleidung den Weg auf die Kleiderstange findet, die nicht nur fair produziert, sondern auch ohne giftige oder hautreizende Mittelchen aus dem Chemiebaukasten gefärbt oder erweicht wurde. Mit dabei: Schutz vor UVA- und UVB-Strahlung sowie eine entzündungshemmende Wirkweise, übrigens dermatologisch getestet, bei Menschen mit empfindlicher Haut oder Hauterkrankungen. Damit hätten wir die Fakten. Jetzt aber zur ehrlichen Meinung.

Ich persönlich hab immer wieder einmal stressbedingte Entzündungsschübe, die sich neurodermitis-like am Oberkörper bemerkbar machen (ob Neurodermitis oder nicht, kann ich an dieser Stelle leider nicht sagen, weil noch nicht ärztlich abgeklärt). Seit ich dieses Shirt hab, und das übrigens seit etwa einem Monat, ist es aber, zumindest was die Dauer und Stärke betrifft, gefühlt um vieles besser geworden. Zinkoxid hat außerdem, yäääs, geruchsmindernde Eigenschaften.



Jup, das absolute Fehlen von schlechten Gerüchen beim Schwitzen. Nach 24 Stunden durchgehendem Tragen ohne Deo oder Parfum (und ein bisschen Herumgetanze) stinken weder ich noch das Shirt sonderlich nach Schweiß und wenn einen das nicht unglaublich glücklich macht, weiß ich auch nicht.. Mal ganz abgesehen davon, dass sich dieses Shirt (wie auch mein Modal-Body, den ich von einer anderen umweltfreundlichen Marke hab) so unglaublich weich anfühlt, dass man es am liebsten als Ganzkörperanzug hätte und all das bei 97% weniger Wasserverbrauch in der Herstellung im Vergleich zu Baumwolle.


„Wenn ich nur ein Shirt haben könnte, wäre es ein Grey.“
Dieser Satz ist Grey’s Werbeslogan und klingt erst einmal sehr überheblich, ist aber bei reflektierter Betrachtung gar nicht einmal so unwahr, denn: Ein Basicshirt kann jahrelang getragen werden, kommt nie aus der Mode und bildet die Grundausstattung im Kleiderschrank. Grau passt zu knalligen Farben, aber auch zu Gold- und Silbertönen. Graue Kleidung kennt keine nicht passende Augen-, Haut- oder Haarfarbe. Ein graues Shirt aus hochwertigem Ausgangsmaterial passt wunderbar als Pyjama, Yoga-Shirt, zur sportlichen Jeansjacke, dem weichen Alltagscardigan, der rockigen Lederjacke und auch zum eleganten Blazer. Ein minimalistisches Stück Stoff, abseits von Trends, das sich perfekt an jedes weitere zeitlose Kleidungsstück auf der Stange schmiegt.

Ihr seht schon: Mein kleines, aber multifunktionales Sammelsurium an Kleidungsstücken hat ein neues Mitglied gefunden und sofort ins Herz geschlossen. Der erste natürlich pflegende Stoff der Welt, der übrigens wirklich fesche Körperkonturen zaubert und ich darf ihn mein Eigen nennen, bis er sich irgendwann einmal in seine Einzelteile auflöst und dabei sogar schön biologisch abbaubar ist. Wie kann man da nicht begeistert sein? Eben! So, genug geschwärmt!

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